Arbeitskreis Strassenkinder in Rumänien e.V.

                                                                                                                  Im November 2009

Liebe Mitglieder und Freunde,

Greg Helm und Jürgen Pfeiffer: 15 Jahre gemeinsam für verlassen Kinder
vor einem Jahr verkündeten wir das Ende unseres Engagements in Rumänien und die Auflösung von ASIREV bis Ende 2009. Greg und Ligia werden wohl bis Mitte 2010 das Haus so umgebaut haben, dass es als Pension touristisch genutzt werden kann. DHier können es sich ab Sommer 2010 Gäste gemütlich machenamit ist das von uns finanziell unterstützte Kinderheim-Projekt beendet. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Hauses sichern den Unterhalt für die drei noch im Haus lebenden "Heimkinder" und werden damit satzungsgemäß verwendet. Unsere Aufgabe hätte sich damit erledigt. Das Wörtchen "hätte" deutet Ihnen an, dass sich in den letzten Monaten etwas getan hat, es gibt - gute - Neuigkeiten: Unmittelbar nach Erscheinen unseres letzten "Neues aus Cristian" gaben uns treue Mitglieder und Freunde einen Auftrag mit auf den Weg:
Nicoleta und Fuip sehnen sich nach einer Zeit ohne Baustelle

"Sucht bitte nach einem anderen Projekt, das in eurem Sinne (Hilfe für Straßenkinder in Rumänien) gute Arbeit leistet, denn viele Kinder in Rumänien müsFür Janosch steht fest: Nach der Schule will er auf den Bau!sen leider immer noch ohne Familie groß werden und die Bereitschaft auf deutscher Seite, dort zu helfen, besteht weiterhin."

Wir mussten dieses Ansinnen nicht lange abwägen und so machten wir uns  (Markus Döhring, Jürgen und Niklas Pfeiffer) im August 2009 auf den Weg nach Rumänien um einerseits die Fortschritte in der "Pension Helm" zu begutachten und andererseits nach neuen Möglichkeiten der Hilfe für verlassene Kinder zu schauen.

Nach einem unterstützungswürdigen Projekt mussten wir nicht lange suchen, immerhin beobachten wir seit 15 Jahren im benachbarten Dorf Ghimbav die Kinderheime von Sonja und Maria, die wir bereits 2007 und 2008 an den Einnahmen aus  den Benefizkonzerten in Essen beteiligten. Inzwischen sind dort 24 Kinder und Jugendliche in zweiSonja Kunz in der Casa Prichindel, einem der beiden Kinderheime in Ghimbav Heimen untergebracht, eine Wohngemeinschaft für die inzwischen erwachsen gewordenen Bewohner wird derzeit aufgebaut. Die pädagogische Leitung liegt bei der Schweizerin Sonja Kunz, mit der administrativen Leitung ist die Rumänin Maria Gavriliu betraut. Zudem leistet dieses Projekt Sozialhilfe für Familien in Ghimbav und Umgebung, die unter dem Existenzminimum leben. Diese Hilfe umfasst existentielle Dinge wie Lebensmittel, Kleider und Schuhe, Medikamente, Schulmaterial und Arztbesuche.
Da wir seit 1996 bei all unseren Besuchen in Cristian immer auch bei Sonja und Maria vorbeischauten, sind uns manche Kindergesichter vertraut und viele Biografien unvergesslich: Da wäre  zum Beispiel Marta,  die wir 1996  im Krankenhaus von Brasov beMarta 2009: ohne Wortesuchten.
Ihr Körper zeugte von unvorstellbarer Verwahrlosung. Infizierte Wunden, die von Rattenbissen herrührten, und eine starke Lungenentzündung drohten Marta dahinzuraffen. Sie überlebte und wohnt seit 1996 in der Casa Prichindel in Ghimbav bei Sonja und Maria. Jahr für Jahr konnten wir sehen, wie dort ein intelligentes, lebensfrohes und hübsches Mädchen heranwuchs. Dies ist nur ein Beispiel der erfolgreichen Arbeit des Projektes in Ghimbav.






Seit 15 Jahren wird diese wertvolle Arbeit hauptsächlich durch einen Basler Verein finanziert. Doch auch dieses Engagem
Ein neues Kapitel von ASIREV wird aufgeschlagen: Jürgen Pfeiffer, Sonja Kunz, Maria Gavriliu, Markus Döhring (v.l.) mit Kindern aus Ghimbav und einem aus Deutschlandent hat mit denselben Problemen zu kämpfen, die uns und Greg und Ligia in den letzten Jahren zu schaffen machten (siehe Neues aus Cristian 2008/2009). Daher freuten siJürgen Pfeiffer, Annemarie Weiss, Johannes Gürlich und Robert Nacht. Gemeinsam für Ghimbav!ch Sonja und Maria (bei unserem Besuch in Ghimbav) sowie die Vorstandsmitglieder des Schweizer Unterstützervereins Annemarie Weiss und Robert Nacht (bei einem Treffen mit dem Vorstand von ASIREV in Offenburg) sehr über unseren Vorschlag, die Kräfte zu bündeln und in Zukunft gemeinsam für 24 verlassene Kinder und Jugendliche in Transsilvanien Sorge zu tragen. ASIREV wird sich also nicht auflösen, sondern in Zukunft das Kinderheim-Projekt in Ghimbav unterstützen!
Sind Sie auch mit dabei?

Wie es nun weitergeht:
Sollten Sie uns den beiliegenden Abschnitt nicht zukommen lassen, erhalten Sie ab Frühjahr 2010 Sie möchten Urlaub in den Karpaten machen? Ab Sommer 2010 ist dies bei Greg und Ligia Helm in Cristian möglich.regelmäßig Informationsmaterial des Vereins "Pentru copiii abandonati", gemeinsam herausgegeben vom Verein zur Unterstützung verlassener Kinder in Rumänien e.V. Basel und vom Arbeitskreis Straßenkinder in Rumänien e.V. Schriesheim. Dort und unter www.abandonati.ch und bald auch unter www.asirev.de erhalten Sie alle Informationen über das Leben der Kinder und das Kinderheim in Ghimbav.
Sollten Sie Mitglied von ASIREV sein, bleibt alles wie gewohnt. Ihr Mitgliedsbeitrag wird vierteljährlich abgebucht und kommt ab 1. Januar 2010 den Heimen in Ghimbav zugute.
Wenn Sie persönlich mit uns reden möchten, dann kommen Sie doch zu unserer Jahreshauptversammlung am 26. Februar 2010 um 20 Uhr ins Hotel zur Pfalz nach Schriesheim (an die Mitglieder ergeht eine separate Einladung).
Danke an alle, die uns in den letzten 15 Jahren beim Helfen geholfen haben, danke an alle, die mit uns nun neue Wege gehen wollen.
 
Johannes Gürlich                  Markus Döhring                    Jürgen Pfeiffer                   Bernd Nisch